Freitag, 18. April 2014

Anwältin der Tiere: Hilal Sezgin liest in Uelzen

Hilal Sezgin mit ihrem Vierhornschaf Jakob.      Foto: Inka Korth
Seit Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Deutschland so viel Fleisch, Milch, Eier und andere tierische Produkte verzehrt wie nie zuvor. Doch die industrielle „Tierproduktion“ ist in Verruf geraten, immer mehr Menschen fordern eine „Agrarwende“ und wenden sich der veganen Lebensweise zu.
Während Politiker und Tierschutzverbände noch darüber beraten, wie sich die Massentierhaltung für die Tiere erträglicher gestalten lässt, geht die studierte Philosophin, Journalistin und Schriftstellerin Hilal Sezgin einen Schritt weiter. In ihrem aktuellen Buch „Artgerecht ist nur die Freiheit“ stellt sie die grundlegende Frage: Dürfen wir überhaupt Tiere halten, um sie zu töten und zu essen? Gesetzlich erlaubt ist das, aber ist alles, was legal ist, automatisch auch legitim und moralisch vertretbar? Nein, sagt Hilal Sezgin: „Tiere haben ein Recht auf Leben.“ In ihrem Buch argumentiert sie aus ethischer Sicht und lässt keinen Zweifel daran, dass es keine art- und tiergerechte Tierhaltung zum Zweck des menschlichen Konsums geben kann. Das in diesem Frühjahr erschienene Buch ist keine philosophische Abhandlung im klassischen Sinn, sondern ein kurzweilig und unterhaltsam und vor allem nie mit dem erhobenen Zeigefinger geschriebene Sammlung von Antworten auf Fragen, die sich viele von uns schon einmal gestellt und doch wieder verdrängt haben.
Am Mittwoch, 23. April, liest Hilal Sezgin auf Einladung des Südheide-Magazins Calluna von 19.30 Uhr an in der Woltersburger Mühle in Uelzen nicht nur aus „Artgerecht ist die Freiheit“, sondern auch aus ihrem 2011 erschienenen Buch „Landleben – Von einer, die raus zog“. Selbstverständlich steht sie auch für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung.
Der Eintritt ist frei. Platzreservierungen werden unter 0 58 32/97 98 40 oder unter der E-Mail-Adresse kontakt(at)calluna-medien.de entgegengenommen.